GLOSSAR

Was bedeutet DMX? Wofür steht FOH? Und worauf kommt es beim Rigging oder bei einem Hybrid-Event an? Im Eventglossar werden zentrale Begriffe aus der Veranstaltungstechnik und Eventproduktion kompakt, verständlich und praxisnah erklärt. Von Ton, Licht und Video über Bühne und technische Infrastruktur bis hin zu Streaming, Messebau und digitalen Eventformaten findest du hier Orientierung in einem vielseitigen Fachgebiet.

Die Begriffe werden in drei Teilen erklärt: Eine Definition beschreibt die fachliche Bedeutung und die wichtigsten Grundlagen. Unter „In der Praxis“ wird eingeordnet, welche Rolle der Begriff in der Eventproduktion spielt und welchem Leistungsbereich er zugeordnet ist. Ein konkretes Projektbeispiel zeigt anschließend, wie die jeweilige Technik oder Planung bei einer Veranstaltung eingesetzt werden kann. So wird nicht nur die Bedeutung eines Fachbegriffs verständlich, sondern auch sein praktischer Zusammenhang mit der Gesamtproduktion.

A

DEFINITION

Das Audiokonzept ist die vollständige Planung aller akustischen Elemente einer Veranstaltung. Es legt fest, wo die Lautsprecher stehen, wie die Signale geführt werden, welche Mikrofone zum Einsatz kommen und welche Bereiche beschallt werden.
Grundlage sind vier Faktoren: die Raumakustik, die Gästezahl, die Inhalte und der gewünschte Klangeindruck.

IN DER PRAXIS

Das Audiokonzept gehört zum Leistungsbereich LIVE. b&b entwickelt es als Teil der Gesamtproduktion und nicht als Einzelposition.
Beispiel: Bei der Jahrestagung eines Automobilzulieferers mit 800 Gästen umfasste das Konzept Delay-Lines im hinteren Saalbereich, drahtlose Headsets für vier Redner und eine separate Beschallungszone für den Catering-Bereich.

B

DEFINITION

Barrierefreiheit bei Veranstaltungen bedeutet, dass alle Gäste gleichberechtigt teilnehmen können. Dafür werden physische, sensorische und kommunikative Hürden abgebaut.

Zu den typischen Maßnahmen zählen barrierefreie Zugänge, Höranlagen, Live-Untertitelung, Gebärdensprachdolmetschen und kontrastreiche Visualisierungen.

IN DER PRAXIS

Barrierefreiheit wird bereits in der Konzeptionsphase mitgedacht, bei physischen Veranstaltungen genauso wie bei hybriden und digitalen Formaten.

Beispiel: Bei einer öffentlichen Preisverleihung einer Bundesbehörde gehörten eine Induktionsschleife für Hörgeräteträger:innen, Live-Untertitelung auf einem Seitenscreen, ein barrierefreier Bühnenaufgang und angepasste Mikrofonhöhen für Rollstuhlnutzende zum Konzept.

D

DEFINITION

DMX ist ein digitales Steuerprotokoll für die Lichttechnik. Es überträgt Steuerdaten von einer Lichtkonsole an Scheinwerfer, Moving Lights, Dimmer und weitere steuerbare Geräte. Über einzelne Adressen werden beispielsweise Helligkeit, Farbe, Bewegung oder Zoom der Geräte festgelegt.

Grundlage für die DMX-Planung sind die Anzahl und Art der Geräte, ihre Adressierung, die benötigten Steuerfunktionen und die Signalwege im Aufbau.

IN DER PRAXIS

DMX gehört zum Leistungsbereich LIVE. b&b nutzt das Protokoll, um die verschiedenen Lichtgeräte einer Produktion zentral zu programmieren und während der Veranstaltung zu steuern.

Beispiel: Bei einer Produktpräsentation wurden LED-Scheinwerfer, Moving Lights und Dimmer über mehrere DMX-Linien mit der Lichtkonsole verbunden und passend zu den einzelnen Präsentationsmomenten programmiert.

E

DEFINITION

Event-Branding überträgt die Corporate Identity eines Unternehmens auf alle Flächen einer Veranstaltung. Dazu zählen Bühnenrückwände, Messewände, Bodenaufkleber, Flaggen, Beschriftungen, Screens und Streaming-Overlays.

Das Ziel ist ein durchgängiges Markenerlebnis vom Eingang bis zur Abschlussfolie.

IN DER PRAXIS

Event-Branding gehört zum Bereich SPACE. b&b übernimmt die Druckdatenvorbereitung, die Produktion und die Montage, jeweils abgestimmt auf die technischen Flächen der Produktion.

Beispiel: Für eine europäische Vertriebstagung entstanden eine 18 m breite Bühnenrückwand, vier Messecounter, ein Eingangstotem und ein Streaming-Overlay. Alle Maße und Positionen waren zwischen Grafik, Produktion und Technik abgestimmt.

F

DEFINITION

Eine AV-Festinstallation ist Medien- und Veranstaltungstechnik, die dauerhaft in einem Raum verbaut wird, zum Beispiel in Konferenzräumen, Auditorien oder Lobbys.

Anders als temporäre Eventtechnik bleibt sie über Jahre im Einsatz. Daraus ergeben sich drei Anforderungen: Sie muss dauerhaft zuverlässig laufen, sich einfach warten lassen und in die bestehende Gebäudeinfrastruktur passen.

IN DER PRAXIS

Im Bereich SPACE begleitet b&b Festinstallationen von der Bedarfsanalyse über die Systemplanung bis zur Abnahme und Einweisung.
Beispiel: Beim Neubau eines Unternehmenshauptsitzes plante und installierte b&b 14 Meetingräume, zwei Auditorien und eine Eventlobby vollständig und nahm sie in Betrieb.

H

DEFINITION

Die Hauptversammlung ist das höchste Beschlussgremium einer Aktiengesellschaft und unterliegt strengen Vorgaben des Aktiengesetzes.

Veranstaltungstechnisch bedeutet das besonders hohe Anforderungen: eine lückenlose Aufzeichnung, Simultandolmetschen, eine hybride Teilnahmemöglichkeit, gesicherte Abstimmungssysteme und Ausfallsicherheit für alle Komponenten.

IN DER PRAXIS

b&b realisiert Hauptversammlungen physisch und hybrid, mit redundanten Systemarchitekturen und geprüften Abstimmungstools.

Beispiel: Bei einer HV mit 1.200 Gästen vor Ort und 8.000 digitalen Teilnehmenden liefen redundante Internetleitungen, eine verschlüsselte Abstimmungsplattform, Simultandolmetschen in drei Sprachen und ein vollständiges Notfallkonzept für technische Ausfälle.

I

DEFINITION

IMAG steht für Image Magnification. Gemeint ist die Live-Vergrößerung von Personen oder Inhalten auf großformatige Screens während einer Veranstaltung.

Besonders wichtig ist das in großen Sälen, in denen viele Plätze keine direkte Sicht auf die Bühne haben. Professionelle IMAG braucht erfahrene Kameraoperator:innen, eine Bildregie und präzises Timing.

IN DER PRAXIS

IMAG ist Teil der LIVE-Produktion, mit eigenem Kamera-Equipment, geschulten Operatoren und eigenen Bildmischern.

Beispiel: Bei einer Konzerntagung mit 1.800 Gästen in einer Messehalle waren vier Kameras und zwei Bildmischer im Einsatz. Das Live-Bild lief auf drei LED-Walls mit je 12 × 4 m, sodass die Vorstandsrede von jedem Platz im Saal zu sehen war.

K

DEFINITION

Ein Kongress ist eine großformatige Fachveranstaltung, die meist über mehrere Tage läuft. Auf dem Programm stehen Keynotes, Panels, Workshops und häufig eine begleitende Ausstellung.

Technisch ist das anspruchsvoll: parallele Sessions in mehreren Räumen, Simultandolmetschen, Registrierungssysteme und oft eine hybride Teilnahmeoption.

IN DER PRAXIS

b&b begleitet Kongresse als integrierter Produktionspartner und liefert AV-Ausstattung, Streaming, Messeflächen und Branding aus einer Hand.

Beispiel: Bei einem viertägigen europäischen Medizinkongress mit acht parallelen Sessions kamen die AV-Technik für alle Räume, das Simultandolmetschen in vier Sprachen, der Livestream der Plenarsitzungen und die Registrierungstechnik am Eingang von b&b.

L

DEFINITION

Eine LED-Wall ist eine Videowand aus einzelnen LED-Modulen. Die Module lassen sich zu nahezu beliebig großen Displayflächen zusammensetzen.

Gegenüber einem Projektor hat die LED-Wall zwei Vorteile: Sie bleibt auch bei viel Umgebungslicht kontraststark und erreicht hohe Helligkeit bei sehr guter Farbtreue.

Unterschieden wird zwischen Indoor und Outdoor. Indoor-Systeme haben einen feineren Pixel-Pitch für die Nahbetrachtung, Outdoor-Systeme eine höhere Helligkeit bei gröberem Pixel-Pitch.

IN DER PRAXIS

LED-Walls in verschiedenen Pixel-Pitches gehören zum Kernbestand des eigenen Mietparks, darunter 2,6 mm und 5,9 mm. Planung, Aufbau und Betrieb übernehmen eigene Techniker.

Beispiel: Bei einem Produktlaunch eines Automobilherstellers diente eine Curved LED-Wall mit 24 × 5 m als 270-Grad-Backdrop für die Fahrzeuginszenierung, mit 2,6 mm Pixel-Pitch für die hochauflösende Nahbetrachtung.

M

DEFINITION

Ein Mietpark ist der eigene Bestand an wiederverwendbarem Equipment eines Produktionspartners, von Technik über Möbel und Böden bis zu Strukturen. Was im eigenen Mietpark liegt, muss nicht extern beschafft werden. Für Kunden bedeutet das eine bessere Planbarkeit, kontrollierte Qualität, kürzere Reaktionszeiten und Kosten ohne Aufschläge von Zwischenhändlern.

IN DER PRAXIS

b&b verfügt über 7.850 m² Lagerfläche mit eigenem Bestand an Mietmöbeln, Bodenbelägen, Überdachungen und Eventmodulen.

Beispiel: Bei einem Outdoor-Sommerfest mit 600 Gästen kam die komplette Ausstattung aus dem eigenen Lager: Pavillon-Überdachung, Stehtische, Lounge-Möbel, Teppich und Bodenplatten. Lieferung, Aufbau und Abbau übernahm die b&b-Crew.

P

DEFINITION

Ein Produktlaunch ist eine inszenierte Veranstaltung zur Markteinführung eines neuen Produkts.

Er verbindet Dramaturgie wie Enthüllung und Storytelling mit Veranstaltungstechnik aus Licht, Ton und Video, häufig ergänzt um digitale Reichweite. Entscheidend sind Timing und technische Präzision.

IN DER PRAXIS

b&b begleitet Produktlaunches von der technischen Konzeption bis zur Regie am Veranstaltungstag, inklusive Probe und Timing-Plan.

Beispiel: Bei einem Nutzfahrzeug-Launch vor 350 Händlern und Medienvertreter:innen fuhr das Fahrzeug über eine Bühnenrampe ein, begleitet von einer synchronisierten LED-Wall-Choreografie und Pyrotechnik-Effekten. Parallel lief ein Livestream für 1.200 internationale Partner.

R

DEFINITION

Rigging bezeichnet das fachgerechte Aufhängen und Sichern von Veranstaltungstechnik an Traversen oder Hallenkonstruktionen. Aufgehängt werden zum Beispiel Lautsprecher, Lichtequipment, LED-Walls und Dekorationselemente.
Rigging ist ein sicherheitskritisches Gewerk. Es darf nur von zertifizierten Rigger:innen ausgeführt werden, auf Basis statischer Nachweise und Lastpläne.

IN DER PRAXIS

Rigging ist integraler Teil der LIVE-Produktion, mit eigenen Rigger:innen, eigenem Traversenmaterial und interner Engineering-Kompetenz.

Beispiel: In einer Konzerthalle mit 2.200 Gästen verteilte der Rigging-Plan 8 Tonnen Gesamtlast auf 23 Anschlagpunkte der Hallenstruktur. Alle Lastpläne waren genehmigt, die Abnahme durch einen Sachverständigen erfolgte vor Aufbaubeginn.

S

DEFINITION

Setbau ist die individuelle Konstruktion von dreidimensionalen Kulissen, Installationen und Raumelementen. Zum Einsatz kommt er bei Veranstaltungen sowie bei Film- und Fotoproduktionen.

Anders als der Standbau ist Setbau stärker kreativ und dramaturgisch geprägt. Materialien, Formen und Oberflächen entstehen speziell für eine Inszenierung.

IN DER PRAXIS

Setbau entsteht in der eigenen Werkstatt, von der 3D-Konstruktionszeichnung bis zum fertigen Element, inklusive Lieferung und Aufbau.

Beispiel: Für eine Unternehmens-Webshow entstand im Studio GATE22 eine dreiteilige Bühnenkulisse mit Hohlkammerplatten, integrierter Beleuchtung und Branding-Elementen.

T

DEFINITION

Tontechnik umfasst alle Komponenten und Abläufe der professionellen Audioproduktion bei Veranstaltungen: Beschallungsanlagen (PA-Systeme), Mischpulte, Mikrofonierung, Signalführung, Monitoring für die Bühne und die akustische Abstimmung auf den jeweiligen Raum.

Sie sorgt dafür, dass Sprache, Musik und Einspieler bei allen Gästen verständlich und in gleichbleibend guter Klangqualität ankommen.

IN DER PRAXIS

Tontechnik gehört zum Leistungsbereich LIVE, mit eigenem Equipment aus Line-Arrays, Digitalpulten und drahtlosen Systemen. Die Tontechniker von b&b sind regelmäßig auf anspruchsvollen Produktionen im Einsatz.

Beispiel: Bei einer Jahreskonferenz mit Live-Band, vier Rednern und 900 Gästen betrieb b&b eine getrennte FOH- und Monitor-Konsole mit 32 Kanälen, In-Ear-Monitoring für die Musiker und drahtlose Handmikrofone für die Moderation.

V

DEFINITION

Veranstaltungstechnik ist der Oberbegriff für alle technischen Gewerke, die ein Event professionell möglich machen. Dazu gehören Tontechnik, Lichttechnik, Videotechnik, Bühnenbau, Rigging und Streaming.

Sie bildet das technische Fundament jeder Veranstaltung und entscheidet maßgeblich über Qualität, Sicherheit und Wirkung.

IN DER PRAXIS

Als integrierter Produktionspartner deckt b&b alle Gewerke der Veranstaltungstechnik aus einer Hand ab, mit eigenem Equipment, eigenen Fachkräften und einer zentralen Projektleitung.

Das reduziert Schnittstellen, erhöht die Planungssicherheit und hält die Qualität über alle technischen Bereiche hinweg konstant. Ob Kongress, Produktlaunch, Messe oder Hybrid-Event: b&b liefert die vollständige technische Infrastruktur.

W

DEFINITION

Bei einer White-Label-Produktion erbringt ein Dienstleister die komplette technische Leistung unter dem Markennamen seines Auftraggebers, in der Regel einer Eventagentur oder eines Messebauunternehmens.

Gegenüber dem Endkunden tritt der Dienstleister nicht in Erscheinung. Alle Unterlagen und die gesamte Kommunikation laufen unter dem Label des Auftraggebers.

IN DER PRAXIS

b&b arbeitet regelmäßig im White-Label-Modus für Eventagenturen und Messebauunternehmen. Angebote, Planungsunterlagen und Kommunikation laufen vollständig unter dem Kundenlabel. Konzeptionelle Mitarbeit ist möglich und bleibt diskret.

Beispiel: Bei einer Preisverleihung liefen Angebot, Bühnenplan und Technikerliste unter dem Briefpapier der beauftragenden Agentur. Am Veranstaltungstag arbeiteten die Mitarbeitenden von b&b mit dem Kundenlabel.

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